Kragarmregal
Ein Kragarmregal ist ein Lagerregal, welches nur die Arme besitzt, auf denen Langgut bzw. Stangenmaterial abgelegt werden kann. Es gibt praktisch keine Beschränkung bzgl. der Länge des Lagergutes, eine Limitierung stellt jedoch das Ein- und Auslagern der Ware dar, da dies mit zunehmender Länge immer aufwendiger wird. Wegen dieser komplizierten Kommisionierung werden Kragarmregale üblicherweise nicht als Hochregallager ausgelegt, erreichen aber oft mehr als die 12m Höhe, ab der sie als solches gelten.
Bei Kragarmregalen wird auf Einschübe wie bei einem Palettenregal ebenso verzichtet wie auf Fachböden und die vorderen vertikalen Träger. Es gibt verschiedene Bauweisen, bspw. mit einseitigem oder zweiseitigem Zugriff oder in der nach oben abnehmenden Tiefe der Tragarme.
Zur Gefahrenvermeidung muss das Lagergut gesichert werden. Dies kann man durch leicht nach innen geneigte Kragarme unterstützen.
Vorteile
- sehr flexibel
- einfach erweiterbar
- einfache Konstruktion
- sofern statisch möglich, kann das Lagergut tiefer sein als die Kragarme
- oft auch im Aussenbereich, ggf. teilüberdacht, eingesetzt
- durch Fachböden auch als Teilelager o.ä. verwendbar
Nachteile
- nur für Langgut geeignet, keine Kleinteile oder Paletten
- hoher Platzbedarf für Ein- und Auslagerung
- hohe statische Belastung der Kragarme