Einfahrregal
Ein Einfahrregal ähnelt im Aufbau einem Einschubregal: Auf jeder Ebene werden mehrere Paletten hintereinander abgelegt. Allerdings gibt es hier keinen automatisierten Einschub, kein Rollensystem und kein Gefälle, die Regaltechnik ist also weniger kompliziert und anfällig. Einmal ablegt, bleibt die Palette bis zur Auslagerung am gleichen Ort. Um die hinteren Ebenen zu erreichen, muss der Hochregalstapler / das Regalbediengerät in das Fach hineinfahren. Dabei muss der jeweils letzte verfügbare Platz aufgefüllt werden, da offene Plätze später nicht mehr erreichbar sind.
Die Lagerplanung bzw. die Konstruktion von Einfahrregalen ist statisch aufwendiger, da auf horizontalen Traversen praktisch komplett verzichtet werden muss.
Ein Einfahrregal eignet sich nur bei einem sehr hohen Lagerumsatz gleicher Waren / Chargen und einer Materialflussplanung nach dem LastIn- FirstOut Prinzip. Da das Ein- und Auslagern eine hohe Präzision erfordert, ist ein Regalbediengerät ggü. einem Gabelstapler zu bevorzugen.
Vorteile
- gutes Verhältnis von Grundfläche zu Lagerfläche
- Kostenreduzierung durch geringen Platzbedarf
- einfache, wartungsarme Konstruktion
- FirstIn - LastOut als Lagerkonzept natürlich vorgegeben
Nachteile
- durch Verzicht auf horizontale Traversen geringere Belastbarkeit
- nur sinnvoll bei hohen Umschlagzahlen
- nur ein Artikel pro Einschub sinnvoll
- Einzelpalettenzugriff nicht möglich
- ungeeignet für FIFO- Lager- Prinzip